Sondereigentum

Entstehung von Sondereigentum

Das Miteigentum kann durch Vertrag beschränkt werden, daß einem Miteigentümer das Sondereigentum an einer bestimmten Wohnung oder an nicht zu Wohnzwecken dienenden bestimmten Räumen im Gebäude eingeräumt wird. Dies geschieht meist in der Teilungserklärung.

Formvorschriften

  1. Zur Einräumung und zur Aufhebung des Sondereigentums ist die Einigung der Beteiligten über den Eintritt der Rechtsänderung und die Eintragung in das Grundbuch erforderlich.
  2. Die Einigung bedarf der für die Auflassung vorgeschriebenen Form. Sondereigentum kann nicht unter einer Bedingung oder Zeitbestimmung eingeräumt oder aufgehoben werden.
  3. Für einen Vertrag, durch den sich ein Teil verpflichtet, Sondereigentum einzuräumen, zu erwerben oder aufzuheben, muss notariell beurkundet werden.

Inhalt des Sondereigentums

  1. Gegenstand des Sondereigentums sind die Bestandteile des Gebäudes, die verändert, beseitigt oder eingefügt werden können, ohne dass dadurch das gemeinschaftliche Eigentum oder ein auf Sondereigentum beruhendes Recht eines anderen Wohnungseigentümers über das zulässige Maß hinaus beeinträchtigt oder die äußere Gestaltung des Gebäudes verändert wird.
  2. Teile des Gebäudes, die für dessen Bestand oder Sicherheit erforderlich sind, sowie Anlagen und Einrichtungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigentümer dienen, sind nicht Gegenstand des Sondereigentums, selbst wenn sie sich im Bereich der im Sondereigentum stehenden Räume befinden.
  3. Andersherum können die Wohnungseigentümer vereinbaren, dass Bestandteile des Gebäudes, die Gegenstand des Sondereigentums sein können, zum gemeinschaftlichen Eigentum gehören.

Unselbständigkeit des Sondereigentums

  1. Das Sondereigentum kann ohne den Miteigentumsanteil, zu dem es gehört, nicht veräußert oder belastet werden.
  2. Rechte an dem Miteigentumsanteil erstrecken sich auf das zu ihm gehörende Sondereigentum.

Grundbuch und Teilungserklärung

  1. Für jeden Miteigentumsanteil wird ein besonderes Grundbuchblatt (Wohnungsgrundbuch, Teileigentumsgrundbuch) angelegt. Auf diesem ist das zu dem Miteigentumsanteil gehörende Sondereigentum und die Einräumung der Sondereigentumsrechte einzutragen.
  2. Die Teilungserklärung: Der Eigentümer eines Grundstücks kann das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentumsanteile teilen, so dass mit jedem Anteil das Sondereigentum an einer bestimmten Wohnung oder anderen Räumen im Haus verbunden ist.
 
rath-dsdf 2018-12-14 wid-143 drtm-bns 2018-12-14